Sonntag, 04. März 2012 - 16 Uhr

Georg Friedrich Händel
ORATORIUM: JUDAS MACCABÄUS

Sopran: Doris Döllinger, Alt: Hedwig Schöner
Tenor: Bernhard Gärtner, Bass: Nikolai Ardey
Kirchenchor und Orchester und von St. Anton
Leitung: Chordirektor (ADC) David Wiesner

Judas Maccabäus (Judas Maccabäus; HWV 63) ist ein Oratorium in drei Akten von Georg Friedrich Händel.

Entstehung

Der politische Hintergrund von Händels Oratorium ist der Jakobitenaufstand von 1745. Am 2. August landete Charles Edward Stuart als Prätendent auf den englischen und schottischen Thron mit einem Invasionsheer in Schottland und marschierte nach mehreren erfolgreichen kleineren Schlachten auf England. Nachdem in der Schlacht bei Culloden die aufständischen Jakobiten von dem königlichen Heer unter Wilhelm August, Herzog von Cumberland (ein Sohn Georgs II.), am 16. April 1746 endgültig niedergeschlagen, machte er sich an ein Werk zur Huldigung des Feldherrn. Die Uraufführung fand am 1. April 1747 im Theatre Royal in Covent Garden statt. Judas Maccabaeus entwickelte sich schnell zu Händels populärstem Oratorium, das regelmäßig wiederaufgenommen wurde. Im Laufe der Zeit bereicherte er es um einige attraktive Nummern, die er aus anderen Oratorien übernahm, ohne dabei irgendetwas aus der Uraufführungsversion zu streichen.

Handlung

Erster Akt

Der Chor der Israeliten beklagt den Tod von Mattathias, dem Vater des Judas Maccabäus. Der Hohepriester Simon verkündet, dass Gott in einer Offenbarung Judas Maccabaeus zum Nachfolger bestimmt hat, der die Israeliten zum Sieg führen werde. Die Israeliten fassen Mut, folgen ihm und beten um ihre Freiheit.

 

Zweiter Akt

Die Israeliten sind siegreich aus der Schlacht gegen Samaria und Syrien zurückgekehrt. Sie frohlocken über ihr Glück und preisen Judas. Ein Bote kommt und verkündet, dass von seiten Ägyptens ein neuer Krieg droht. Die Israeliten fallen sogleich wieder in Verzweiflung, werden aber von Simon beschwichtigt, dass die neue Plage nicht zu ihrem Verderben, sondern zu ihrer Züchtigung ausgesandt seien. Judas stimmt erneut den Schlachtruf an, dem die Israeliten folgen.

 

Dritter Akt

Während die Israeliten das Fest des Lichtes begehen, kommt ein Bote aus Kapharsalama und berichtet über die Schlacht. Judas zieht als Sieger ein. Er ermahnt, auch in der Stunde des Sieges der Gefallenen zu gedenken. Eupolemus, der jüdische Gesandte in Rom, berichtet von einem Bündnis mit dem römischen Senat, das die Unabhängigkeit Judäas schützt. Lob- und Dankgesänge beschließen das Oratorium.